BLOCKSEMINAR IM MÄRZ 2002


Lehrstuhl für Programmiersprachen und Übersetzerbau
Prof. Reinhard Wilhelm
Dr. Stephan Diehl
Carsten Görg

Viele der heute im Einsatz befindlichen Softwaresysteme sind 15 bis 20 Jahre alt. Sie haben eine lange Entwicklungs- und noch längere Wartungsgeschichte hinter sich. Im Laufe der Evolution eines solchen Systems haben sich Anforderungen geändert, die Hardware und Betriebsysteme, auf denen es lief, wurden durch neuere ersetzt, Mitarbeiter kamen und gingen und haben ihre Spuren in der Software hinterlassen. Eine solche Evolution aufzuzeichnen und zu steuern, ist die Aufgabe des Softwarekonfigurationsmanagements. Es ist unerlässlich für die Entwicklung und Wartung großer Softwaresysteme. Die aufgezeichnete Geschichte eines Softwaresystems gleicht einem Softwarefriedhof. Alte Versionen liegen hier begraben, da sie unbrauchbar waren oder durch verbesserte Versionen abgelöst wurden. Das Interesse der Entwickler richtet sich immer auf die aktuellen, lebendigen Versionen. Nur manchmal, wenn diese Versionen aufgrund von Fehlentscheidungen oder aufgrund äußerer Umstände der Softwaretod ereilt, werden ältere Versionen wieder ausgegraben und weiterentwickelt. Was kann man lernen, wenn man über diesen Softwarefriedhof schlendert, außer der Einsicht, dass auch Software vergänglich ist?



Themen im Einzelnen sind:


Ausarbeitungen der Teilnehmer

Einordnung im Studienverlauf: Hauptstudium (9 LP)

Vorbesprechung:
Donnerstag, 24. Januar. 2002, um 14 Uhr im Besprechungsraum 431, Geb. 45
Die Vorträge finden nachmittags in der Woche vom 11.-16. März statt.

Ansprechpartner: Dr. Stephan Diehl, diehl@acm.org, Tel. 0681-302-3915, Raum 432, Geb. 45